Max von Moos

Luzern 1903–1979 Luzern

«Ohne Titel» – 1954
Unten links signiert und datiert Max von Moos 1954.
Tempera und Öl a/Hartfasertafel (Rauhseite), 89,5 × 127,5 cm


Kunstauktion 17.10.2026 | Lot-Nr. 139

Provenienz:
Nachlass des Künstlers.

Literatur:

Hans-Jörg Heusser, Max von Moos (1903–1979) – Katalog der Gemälde, Zürich 1982, S. 283, Nr. 593, Abb.


Max von Moos (1903–1979) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Schweizer Surrealismus und nimmt innerhalb der Schweizer Moderne eine herausragende Position ein. Sein über Jahrzehnte entstandenes Œuvre zeichnet sich durch eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Surrealismus, dem Rätselhaften und dem Unheimlichen aus. Die internationale Relevanz seiner künstlerischen Arbeit wird unter anderem durch das Gemälde «Toledo» (1937) im Centre Pompidou, Paris sowie durch Werke in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, Berlin, unterstrichen. Eine umfassende Würdigung erfuhr sein Schaffen 2026 in der Ausstellung «Max von Moos – Die Aufschlüsselung» im Kunsthaus Zug. Die vorliegende Auktion versammelt Arbeiten aus verschiedenen Werkperioden und vermittelt damit einen facettenreichen Einblick in sein künstlerisches Œuvre.

«Es ist trotz allem eine geheimnisvolle Lebenszugewandtheit um diesen selbstzerknirschten Pilger auf der ‚Reise ans Ende der Nacht‘, in dem sich Hinfälligkeit mit Vitalitätsanfällen, Greisen- mit Jünglingszügen, Verdammnis und Reinheit, Verzweiflung und Gier, unbeherrschte Wut und Noblesse, Finsternis und Erleuchtung, Leiden und Lust nicht nur mischen und kreuzen, sondern in diffizilen Spannungsverhältnissen aushalten.» Paul Nizon