«Rote und weisse Wicken»
Unten rechts signiert H. EMMENEGGER.
Öl a/Lwd.,
40 × 31 cm
Schätzung CHF 14'000
Kunstauktion 17.10.2026
Provenienz:
Privatbesitz, Luzern; Galerie Gloggner Luzern, Verkaufsausstellung, Oktober 1993, Kat.-Nr. Nr. 18, Abb.; Privatbesitz, Innerschweiz.
Blumenstillleben bilden eine zentrale Werkgruppe im Schaffen Hans Emmeneggers. Das Spektrum reicht von grossformatigen Darstellungen mit zwei prall gefüllten Vasen bis hin zu kleinen, intimen Blumensträusschen in zierlichen Gefässen.
Die vorliegenden «Roten und weissen Wicken» entsprechen im axialsymmetrischen Bildaufbau ganz einem Typus des ausklingenden Jugendstils, wie ihn beispielsweise Emmeneggers enger Freund Cuno Amiet häufig gepflegt hat. Emmenegger weitet hier die symmetrische Teilung auf die Blumen aus, konzentriert links die roten Blüten, rechts die weissen und vermittelt durch ein paar rosafarbene. Das entstandene tonale Ungleichgewicht gleicht er aus durch einen nuanciert wiedergegebenen, grossen Schlagschatten, den das Bouquet rechts auf seine Unterlage und die Rückwand wirft. Ein ebenso reizvolles wie raffiniert komponiertes Blumenbild eines Künstlers, der sich stets gestalterische Aufgaben stellte und diese auf visuell stupende Weise zu lösen vermochte!
Die Nummer 164 im Rund verso in Bleistift auf dem Chassis.
Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.