Franz Elmiger

Ermensee 1882–1934 Luzern

«Scheune in Ermensee (Mogers Schüür)» – [1915?]
Unten rechts signiert und unleserlich datiert F. Elmiger [15?]. Verso auf dem Chassis in rotem Stift bezeichnet: Bild No. 49.
Öl a/Lwd., 56 × 75 cm


Kunstauktion 17.10.2026 | Lot-Nr. 26

Provenienz:
Privatnachlass, Luzern.


Ab 1913 lebte der Bauernsohn Franz Elmiger vorwiegend in Ermensee, einem Dorf im Luzerner Seetal. Dort befanden sich auch das Elternhaus und sein Atelier. Wie Amiet mit Oschwand, Max Buri mit dem Berner Oberland oder Giovanni Giacometti mit dem Bergell verbunden waren, fand Elmiger manche Motive im Seetal, dessen Landschaft er im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder festhielt. Mit Hans Emmenegger, dem um eine Generation älteren Luzerner Zeitgenossen, teilte er das gestalterische Interesse für starken Lichteinfall und prägnanten Schattenwurf. Auffallend sind dabei die dekorative Linienführung sowie der pastose Farbauftrag, vorab in den kahlen Ästen der Bäume. Das Ganze bildet ein durchkomponiertes, von warmem Sonnenlicht durchflutetes Flächengefüge, das durch wenige, die gesamte Komposition vom Schnee bis zur Scheune erfassende Farbwerte lebendig wird. Das Bild fasziniert durch die Beschränkung des Kolorits und die formale Konzentration.