Lot-Nr. 6

Willem Cornelisz. Duyster

und Werkstatt
Amsterdam 1599–1635 Amsterdam

«Zechender Soldat»
Öl a/Holztafel, 31,3 × 44 cm

Limit CHF 1'900
Schätzung CHF 2'500

Kunstauktion 17.10.2026

Provenienz:
Collection J. J. Chapuis (Wachssiegel verso); Sammlung Charles Kiefer-Hablitzel, Schloss Dreilinden, Luzern (bis 1951); Kunstmuseum Luzern (Inv. Nr. KML 421 ×), 1951–1983; Galerie Klaus Edel, Köln, 1987; Auktion Christie’s, London, 19.05.1989, Lot-Nr. 113, Farbabb.; Auktion Christie’s, London, 15.12.1989, Lot-Nr. 155, Abb.; Auktion Phillips, London, 11.12.1990, Lot-Nr. 160, Farbabb.; Privatbesitz, Schweiz.

Literatur:

T. Grütter/M. Kunz, Kunstmuseum Luzern: Sammlungskatalog der Gemälde, Luzern 1983, S. 187, Nr. 22, Abb.; Galerie Edel, Ausstellung Gemälde alter Meister, Köln 09.11.–04.12.1987, Nr. 10, ganzseitige Abb.


Tätig in Amsterdam, gehörte Duyster zu den Pionieren der holländischen Genremalerei in den 20er-Jahren des 17. Jahrhunderts. Berühmt war er für seine Meisterschaft in der Wiedergabe verschiedener Oberflächen und Stofflichkeiten.
Darstellungen mit Einzelfiguren sind eine Spezialität des Künstlers. Oft verkörpern sie einen oder mehrere der fünf Sinne: Hier, im Bild eines fröhlich zechenden Mannes im Schlitzwams, weisen das dem Betrachter präsentierte leere Glas auf den Sehsinn und die Pfeifen mit Tabak und Fidibussen auf den Geruchssinn hin.
Duyster und seine Werkstatt fertigten häufig mehrere Versionen einer Komposition an. Eine monogrammierte Fassung des vorliegenden Bildes befindet sich im Musée des Beaux-Arts d'Orléans (https://rkd.nl/images/193799).
Das Gemälde befand sich bis 1983 als „Schenkung Kiefer-Hablitzel“ im Kunstmuseum Luzern; das Museum veräusserte im besagten Jahr sämtliche Altmeistergemälde aus seinem Bestand.